AEB: Freiräume durch das Zeitwertkonto

Shownotes

In dieser Folge spricht Annalena Oppelt mit Franzi von AEB über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Zeitwertkonto. Franzi erzählt, warum sie ohne konkretes Ziel gestartet ist, wie sie das Modell heute für ihre 80%-Arbeitszeit nutzt und weshalb das Zeitwertkonto gut zur Kultur und Selbstverantwortung bei AEB passt.

Außerdem geht es darum, welche neuen Freiräume das Zeitwertkonto für Mitarbeiter*innen eröffnet – von kurzen Auszeiten bis hin zu modernen Arbeitszeitmodellen wie der Vier-Tage-Woche.

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Transkript anzeigen

00:00:12: Heute sind wir bei AEB, AEB hat das

00:00:15: FlexTime Konto schon seit

00:00:16: mehreren Jahren eingeführt

00:00:17: und ich darf heute mit Franzi sprechen.

00:00:19: Hi Franzi.

00:00:20: Franzi spart

00:00:21: schon

00:00:21: seit September 2022

00:00:23: auf ihrem Zeitwertkonto ein.

00:00:25: Und ja,

00:00:25: wir wollen heute herausfinden,

00:00:27: warum du das gemacht hast,

00:00:28: warum dich dafür entschieden hast,

00:00:29: worauf du sparst

00:00:30: und ob du es auch weiterempfehlen kannst.

00:00:32: Aber stell dich doch gerne einmal

00:00:33: kurz vor.

00:00:34: Gerne natürlich.

00:00:35: Ich bin Franzi und bin seit 2021 bei AEB.

00:00:39: Ich habe tatsächlich relativ

00:00:40: kurz nach meinem Start

00:00:41: doch das Angebot in Anspruch genommen

00:00:43: und ich arbeite hier

00:00:45: rund um verschiedene People Themen

00:00:46: und mache auch viel mit

00:00:47: unserer Developer Community.

00:00:50: Sehr schön, lieben Dank!

00:00:51: Auf was sparst du

00:00:52: denn mit dem Zeitwertkonto?

00:00:54: Hast du einen bestimmtes Ziel

00:00:55: oder Wunsch im Kopf?

00:00:56: Nee, tatsächlich nicht.

00:00:58: Das überrascht immer viele Leute,

00:00:59: wenn ich sage,

00:01:00: weil man ja erst mal denkt,

00:01:02: dass ist irgendwie

00:01:03: ein gewisses Commitment

00:01:05: ja auch drauf zu sparen.

00:01:07: Also steckt da irgendwas dahinter,

00:01:09: so das Sabattical,

00:01:10: die Weltreise, was auch immer.

00:01:11: Aber für mich geht es eher darum,

00:01:14: dass ich es habe,

00:01:16: um es irgendwann mal zu verwenden.

00:01:18: Und vielleicht weiß ich noch nicht,

00:01:20: was es heute ist,

00:01:20: aber wenn der richtige Moment kommt,

00:01:22: dann bin ich halt bereit dafür.

00:01:24: Und ich nutze es jetzt

00:01:26: genau in diesem Moment

00:01:27: auch für eine Arbeitszeitreduzierung

00:01:30: und um dann quasi

00:01:32: diese Reduktion über das

00:01:33: FlexTime Konto auszugleichen.

00:01:35: Das heißt,

00:01:35: momentan bin ich von einer 100 %

00:01:38: Stelle auf eine 80 % Stelle gegangen.

00:01:40: Ah, richtig cool.

00:01:42: Ich glaube, das ist auch das Wertvolle,

00:01:43: dass man einfach

00:01:43: diesen Rucksack voller Zeit hat,

00:01:45: um, wie du es auch gerade gesagt hast,

00:01:47: einfach auch mal

00:01:48: sich diese Auszeit nehmen zu können,

00:01:50: auch wenn man vielleicht

00:01:51: noch gar nicht weiß,

00:01:52: für was man sie nehmen möchte.

00:01:54: Oder eben dann auch, wie du jetzt

00:01:55: das aktuell machst.

00:01:56: Eben dann auch eben

00:01:57: die Arbeitszeit zu reduzieren

00:01:59: und sich dann auch mal

00:01:59: eine Teilzeitbeschäftigung

00:02:00: zu ermöglichen.

00:02:02: Gab es denn Anfang

00:02:03: September

00:02:05: einen Auslöser,

00:02:05: warum du damit gestartet hast?

00:02:07: Was hat dich dann daran so gereizt?

00:02:08: Auch kannst du da vielleicht

00:02:09: was drüber erzählen?

00:02:10: Also warum es genau der September war,

00:02:14: das kann ich dir nicht mehr sagen,

00:02:16: aber ich glaube,

00:02:16: als ich bei AEB angefangen habe,

00:02:19: habe ich mich natürlich auch

00:02:20: wegen der unterschiedlichen Benefits

00:02:21: dafür entschieden.

00:02:23: Neben der super Arbeitsumgebung,

00:02:25: den geilen Leuten und Aufgaben

00:02:27: guckt man halt heutzutage auf

00:02:28: so was auch drauf.

00:02:30: Und ich kannte noch nicht

00:02:31: viele Firmen, die das angeboten haben

00:02:34: und habe dann halt eine Weile mit mir

00:02:37: innerlich gehadert: Mach ich es jetzt,

00:02:38: mach ich's nicht

00:02:39: und habe dann einfach gesagt,

00:02:40: ich zieh es durch,

00:02:41: weil die Einzahlungen,

00:02:43: die man machen kann,

00:02:44: ja auch so super flexibel sind.

00:02:45: Deswegen bin ich gestartet

00:02:47: mit einer monatlichen Einzahlung.

00:02:51: Das habe ich

00:02:51: jetzt auch die ganze Zeit

00:02:52: weitergeführt, eben

00:02:54: das Maß, was ich mir leisten kann.

00:02:56: Also das ist für mich jetzt

00:02:57: kein Einschnitt im Privatleben,

00:02:58: dass mir da die 200 € Monat sind es

00:03:01: fehlen, Luxusaussage, aber ja.

00:03:04: Und auf der anderen Seite

00:03:06: können wir auch restliche Urlaubstage

00:03:08: bis zu einem gewissen Grad einzahlen

00:03:10: oder dann

00:03:11: was von unserer variablen Vergütung.

00:03:13: Und mit den Sachen

00:03:13: habe ich dann immer eher

00:03:14: ein bisschen gespielt seitdem.

00:03:16: Also ich zahle zum Beispiel

00:03:17: nicht die komplette

00:03:17: variable Vergütung ein.

00:03:19: Und dieses Jahr habe ich mir gedacht,

00:03:20: ich brauche jetzt gerade nicht mehr

00:03:21: auf dem FlexTime Konto.

00:03:23: Darum pausiere ich es jetzt einfach mal

00:03:25: und deswegen,

00:03:26: da kann man

00:03:26: halt so gut das an die Lebensphase

00:03:29: anpassen,

00:03:30: dass es nicht stressig ist oder so,

00:03:33: Es war dann einfach irgendwie zu sagen

00:03:34: okay, ich mache

00:03:35: jetzt einfach das Konto da auf.

00:03:37: Ja, auf jeden Fall.

00:03:38: Gerade auch,

00:03:38: weil man ist ja auch einfach so flexibel

00:03:40: und darf auch so flexibel sein.

00:03:41: Gerade auch bei dem, was bei dem Modell,

00:03:43: was ihr eben auch habt

00:03:44: bei dem FlexTime Konto,

00:03:45: weil er ja wirklich eigentlich

00:03:46: alle Bausteine habt zur Auswahl.

00:03:49: Und wenn es dann

00:03:49: vielleicht mal mit der monatlichen

00:03:51: Zahlung nicht passt

00:03:52: oder vielleicht mal ein bisschen

00:03:54: mehr reinbringen will, dann kann man das

00:03:55: ja individuell auch entscheiden.

00:03:56: Ich glaube, einmal im Jahr

00:03:57: kann man es auch anpassen.

00:03:59: Von daher

00:04:00: dürft ihr da auch so flexibel sein.

00:04:01: Das finde ich

00:04:02: auf jeden Fall richtig super.

00:04:04: Welche Vorteile waren

00:04:06: denn so entscheidend für dich?

00:04:08: Also gab es da so wirkliche Vorteile,

00:04:09: wo du sagst

00:04:10: deswegen hast du es jetzt begonnen?

00:04:12: Oder war das einfach so ein bisschen

00:04:13: die Flexibilität

00:04:13: und die Möglichkeit,

00:04:14: dann irgendwann mal

00:04:15: eine Auszeit zu nehmen?

00:04:17: Eher letzteres.

00:04:18: Womit ich es aber vergleichen kann,

00:04:21: ist, dass ich bei meinem

00:04:22: vorherigen Arbeitgeber dieses klassische

00:04:25: Sabbatical Modell kennengelernt hatte,

00:04:28: bei dem die Person, wenn sie sagt

00:04:29: ich möchte jetzt

00:04:30: vier Monate Auszeit nehmen, rechtzeitig

00:04:33: Bescheid sagt

00:04:34: und dann macht man den Vertrag auf,

00:04:35: der sagt okay,

00:04:36: vier Monate geht jetzt halt halbes Gehalt

00:04:39: auf Halde,

00:04:40: die Hälfte kriegst ausgezahlt

00:04:41: und dann kannst du nach

00:04:42: diesen vier Monaten

00:04:43: das Sabbatical starten

00:04:45: und das passt nicht so zu dem Typ

00:04:47: Mensch, der ich bin,

00:04:48: weil das kann ich nicht.

00:04:51: Also ich kann nicht jetzt

00:04:52: irgendwie sagen boah,

00:04:53: nächstes Jahr

00:04:54: so einen Monat frei

00:04:55: finde ich geil und dann

00:04:57: organisiere ich mir das alles

00:04:58: und dann ist die Hürde

00:04:59: halt auch größer es zu machen.

00:05:01: Und mir gefällt, wie FlexTime

00:05:05: jetzt hier funktioniert.

00:05:06: Und es passt tatsächlich auch sehr gut

00:05:08: zu dem Mindset,

00:05:09: was es bei

00:05:10: AEB gibt,

00:05:11: also der Selbstverantwortung,

00:05:12: die den einzelnen Leuten zugetraut wird,

00:05:15: einfach auch zu sagen,

00:05:16: das ist eine der weiteren Dinge,

00:05:17: die kannst du

00:05:18: nutzen,

00:05:18: wir geben dir den Rahmen dafür und

00:05:22: du klärst dann mit deinem Team ab,

00:05:24: wann es passt.

00:05:24: Aber kannst dein Privatleben halt

00:05:26: auch entsprechend würdigen.

00:05:28: Also es fühlt sich nie an,

00:05:30: als müsste man da irgendwie

00:05:32: große Abschläge machen.

00:05:33: Deswegen gibt es ja solche Angebote hier.

00:05:35: Habe ich deine Frage

00:05:37: jetzt beantwortet?

00:05:38: Auf jeden Fall.

00:05:41: Da du ja jetzt gerade schon

00:05:42: das FlexTime Konto bei dir nutzt,

00:05:43: eben für diese Teilzeit,

00:05:45: die du jetzt gerade auch machst.

00:05:47: Welche Erfahrung hast du

00:05:48: so bisher gemacht

00:05:48: und wie war überhaupt

00:05:50: dann die Entscheidung,

00:05:51: das jetzt auch so zu machen?

00:05:52: Weil du warst ja eigentlich

00:05:53: so ein bisschen flexibler, was

00:05:54: ja eigentlich gar nicht geplant

00:05:55: und hast es jetzt wahrscheinlich

00:05:56: spontan entschieden,

00:05:57: dass du da ein bisschen reduzierst.

00:05:59: Ja, also mein Werdegang

00:06:02: in der Arbeitswelt

00:06:03: hat mit Teilzeit angefangen.

00:06:05: Ich habe damals in 50 % gestartet

00:06:08: und das war neben dem Masterstudium noch

00:06:11: und habe dann

00:06:13: immer ein bisschen aufgestockt.

00:06:15: Aber halt,

00:06:16: weil ich irgendwie super gerne arbeite

00:06:19: und dadurch

00:06:20: dann auf Arbeit mehr mache

00:06:21: und dann ergibt sich das

00:06:22: im Lauf der Zeit

00:06:23: und irgendwann

00:06:23: macht man dann diese 40 Stunden Woche

00:06:26: und vergisst es erst mal eine Zeit lang.

00:06:28: Aber ich finde, gerade

00:06:29: in den letzten Jahren

00:06:30: gibt es auch wieder mehr Diskurs darüber,

00:06:33: dass man in der Arbeitswelt eben nicht

00:06:36: 40 Stunden machen muss.

00:06:37: Man kann auch mit einer

00:06:38: reduzierten Zeit arbeiten.

00:06:40: Und der Grund

00:06:40: dafür

00:06:41: muss jetzt nicht immer

00:06:42: irgendwie Familienplanung oder so sein.

00:06:44: Und gerade auch aus dem Recruiting

00:06:47: bei uns

00:06:47: habe ich dann häufig

00:06:48: die Erfahrung gemacht,

00:06:49: dass Menschen bei uns einsteigen,

00:06:51: junge Leute, die gerade Berufseinsteiger

00:06:54: sind,

00:06:55: die aber sagen

00:06:57: ich will mit 80 % bei euch starten, weil

00:07:00: ich will ja noch ein bisschen rausfinden,

00:07:01: was mich wirklich

00:07:03: anreizt zum Leben,

00:07:04: ich will einfach ein bisschen

00:07:05: was anderes machen.

00:07:06: Ich code nebenbei mein eigenes Game,

00:07:09: ich habe ein Makramee Business,

00:07:10: da brauche ich noch ein bisschen Zeit zu.

00:07:12: Ich bin irgendwie selbstständig

00:07:13: und da waren so viele

00:07:15: unterschiedliche Punkte,

00:07:16: warum die Leute gesagt haben,

00:07:17: die wollen es so machen

00:07:19: und es

00:07:20: hat irgendwie

00:07:21: mit mir

00:07:21: resoniert und deswegen bin ich dann

00:07:24: halt auch auf diese 80 % jetzt gegangen,

00:07:27: um es auszuprobieren.

00:07:28: Und es war halt

00:07:29: sehr viel einfacher durch diese FlexTime Option.

00:07:32: Auf jeden Fall.

00:07:33: Ja, wir hatten es auch vorhin

00:07:34: gerade tatsächlich

00:07:34: in der Veranstaltung drüber.

00:07:36: Das ist ja auch oft,

00:07:37: gerade jetzt auch in der heutigen Zeit

00:07:39: dieses Thema mit der Vier-Tage-Woche ist.

00:07:40: Und dann ist ja immer die Frage,

00:07:42: wer zahlt diesen fünften Tag?

00:07:44: Und viele Arbeitgeber bieten

00:07:46: das dann vielleicht gar nicht

00:07:47: an, weil sie sagen,

00:07:47: nee, können wir uns nicht leisten,

00:07:49: voller Lohn bei nur Vier-Tage-Woche.

00:07:52: Und ich glaube,

00:07:53: mit dem Zeitwertkonto wissen

00:07:54: vielleicht auch einfach viele

00:07:55: gar nicht, dass sie sich dadurch

00:07:56: dann trotzdem diese Vier-Tage-Woche

00:07:58: ermöglichen können.

00:07:58: Und gerade eben,

00:07:59: wie du jetzt auch gesagt, für junge

00:08:00: Leute es auch dann

00:08:02: ja sehr attraktiv ist einfach,

00:08:03: weil dieses Modell eben

00:08:04: auch nicht

00:08:05: nur für Sabbaticals ist,

00:08:06: wie es ja manchmal so erkannt wird

00:08:09: oder vielleicht eben dann auch

00:08:11: rumgesprochen wird,

00:08:12: sondern es hat ja viel, viel mehr

00:08:13: Möglichkeiten, Gestaltungsmöglichkeiten,

00:08:15: um sich

00:08:15: dann eben auch mal

00:08:17: diesen Wunsch auch einfach zu erfüllen

00:08:18: und dann

00:08:19: auch als Arbeitgeber

00:08:20: auch attraktiver dazustehen,

00:08:22: weil man eben

00:08:24: dann auch für junge Menschen was hat.

00:08:25: Aber auch für die Älteren eben

00:08:26: mit diesem früheren Renteneintritt.

00:08:27: Also eigentlich ist es super flexibel.

00:08:31: Und wenn es dann mal

00:08:31: irgendeine Unwirksamkeit gibt im Leben,

00:08:33: wo man sagt,

00:08:33: wenn ich

00:08:34: jetzt einen Monat mich

00:08:35: mal kurz rausnehmen könnte,

00:08:37: dann würde ich das gerne tun

00:08:39: und dann hat man eben diese Option

00:08:41: und hat es auch schon

00:08:41: ausreichend bespart,

00:08:42: dann ist natürlich super.

00:08:43: Es gibt auch immer andere Möglichkeiten,

00:08:45: solche Situationen zu regeln,

00:08:46: aber es ist halt einfach

00:08:49: super easy und beeinträchtigt

00:08:52: dann den Rest deines Lebens

00:08:53: nicht so richtig.

00:08:55: Ich finde es einen spannenden Moment,

00:08:57: wenn man mal über dieses Zahlenverständnis nachdenkt.

00:09:01: Wenn du denkst

00:09:02: okay, 100 auf 80%

00:09:04: klingt eigentlich nicht so viel,

00:09:05: aber wenn du dann

00:09:06: deine Lohnabrechnung

00:09:07: am Ende des Monats siehst,

00:09:08: bist du auf einmal so: Holy...

00:09:10: Ist ja doch ein bisschen was, 20 % weniger.

00:09:13: Dann kann das natürlich auch wieder

00:09:14: eine dieser schon benannten Hürden sein,

00:09:16: dass man sich denkt,

00:09:17: ist das jetzt so

00:09:18: und komm da

00:09:19: nicht doch wieder irgendwelche Rechnungen

00:09:20: und muss ich nicht an irgendwas denken?

00:09:22: Und so ist das halt alles ganz fein

00:09:25: säuberlich versorgt.

00:09:26: Das ist so: ne gar keine Bedenken.

00:09:30: Man muss sich einfach

00:09:30: gar keine Gedanken machen.

00:09:31: Ich finde, das ist halt

00:09:32: wirklich auch das Coole

00:09:33: an dem Zeitwertkonto.

00:09:34: Ich habe da tatsächlich auch mal

00:09:35: so ein bisschen drüber recherchiert gehabt,

00:09:36: weil viele sind ja dann eben so,

00:09:38: dann mache ich halt mal einen Monat

00:09:39: unbezahlt Urlaub.

00:09:41: Ja gut, aber es ist ja nicht nur dieses,

00:09:43: dass man dann kein Geld

00:09:43: vom Arbeitgeber bekommt.

00:09:45: Es kommen ja dann eben,

00:09:45: wie du gesagt hast, noch Rechnungen dazu.

00:09:47: Man sammelt keine Rentenpunkte,

00:09:49: man ist nicht sozialversichert.

00:09:50: Vielleicht kündigt man dann auch sogar

00:09:52: den Monat

00:09:53: und startet dann Monat später

00:09:54: bei einem anderen Arbeitgeber.

00:09:56: Aber gerade auch

00:09:57: diese Brücke für so Zeiten

00:09:59: finde ich auch total wertvoll.

00:10:00: Dass man eben

00:10:01: ja einfach

00:10:02: diesen Rucksack

00:10:03: voller Zeit,

00:10:03: sagt Thomas bei uns immer,

00:10:06: dass man ihn einfach hat.

00:10:07: Und so wie du es jetzt machst,

00:10:09: ist es eigentlich perfekt.

00:10:09: Man startet einfach mal,

00:10:10: ohne wirklich zu wissen

00:10:11: okay, ich nutze es jetzt auf jeden Fall

00:10:13: für die frühere Rente oder

00:10:15: für eine Auszeit in drei Jahren,

00:10:16: dass man sich diesen

00:10:18: Puffer einfach mal aufbaut.

00:10:19: Weil selbst

00:10:20: wenn du ihn jetzt nicht genutzt hättest,

00:10:21: für eine Teilzeit und auch nicht

00:10:22: nutzt für ein Sabbatical oder

00:10:23: für den früheren Renteneintritt.

00:10:25: Das Geld ist ja nicht weg.

00:10:26: Du kriegst es ja trotzdem

00:10:27: dann wieder ausgezahlt,

00:10:28: wenn du wirklich keine Auszeit

00:10:30: realisierst.

00:10:31: Genau.

00:10:32: Und dadurch,

00:10:33: dass man dann eben auch sagen kann,

00:10:34: man hält's die ganze Zeit bei

00:10:37: und sagt, man zahlt dann vielleicht

00:10:39: ab irgendeinem Punkt

00:10:39: nicht mehr weiter ein,

00:10:40: weil man sieht ja

00:10:41: die Höhe dieses Guthabens,

00:10:43: kann immer grob ausrechnen:

00:10:45: Für wie viel würde das jetzt reichen?

00:10:47: Wenn ich sage,

00:10:48: ich will Vollzeit Auszeit nehmen oder so,

00:10:50: dann kann man auch,

00:10:52: finde ich, das ganz gut einplanen.

00:10:54: Ja und wenn dann doch mal der Partner

00:10:56: aus irgendwelchen Gründen

00:10:58: einen Monat frei hat,

00:10:59: vielleicht ja zwischen Jobs,

00:11:00: also hoffentlich nicht.

00:11:01: Aber ja,

00:11:02: dann kann man dann eher sagen so:

00:11:03: Ey, ich glaube das kann ich auch

00:11:04: realisieren,

00:11:05: dann lass uns doch irgendwas zusammen machen.

00:11:07: Auf jeden Fall.

00:11:07: Dann wird es doch noch

00:11:08: die Weltreise

00:11:09: eher unwahrscheinlich.

00:11:12: Kennst du auch noch viele

00:11:12: andere Kollegen,

00:11:13: die sparen, haben die so Auszeit Wünsche?

00:11:16: Bekommst du da was mit?

00:11:18: Ich denke, das was ich

00:11:19: am meisten mitbekomme

00:11:20: ist, dass Leute ansparen,

00:11:22: um dann Richtung Renteneintritt

00:11:24: flexibler zu sein,

00:11:26: um es anders regeln zu können.

00:11:28: Und ansonsten eher kurze Auszeiten.

00:11:32: Tatsächlich eher so zwischen ein,

00:11:33: zwei Monate.

00:11:35: Jetzt überlege ich gerade,

00:11:36: ob ich überhaupt schon ein längeres

00:11:38: Sabbatical mitbekommen habe.

00:11:40: Sagen wir drei, vier, fünf Monate.

00:11:41: Aber ich glaube nicht,

00:11:43: Das sind mehr so

00:11:44: und häufig

00:11:44: dann reisen,

00:11:45: dass man eben privat was machen kann.

00:11:48: Ja klar.

00:11:49: Gerade wenn man dann vielleicht

00:11:50: auch in ein weiter

00:11:51: entfernes Land möchte,

00:11:52: dann braucht man dann vielleicht auch mal

00:11:53: einfach mal diesen Monat frei,

00:11:54: möchte aber die restlichen Urlaubstage,

00:11:56: die man dann noch hat,

00:11:56: vielleicht auch

00:11:57: für andere Tage oder Zeiten noch nehmen.

00:12:00: Von daher ist das dann

00:12:01: schon auch ganz cool.

00:12:02: Was würdest du denn deinen Kollegen

00:12:04: und Kolleginnen

00:12:05: raten, die jetzt noch nicht teilnehmen

00:12:07: und vielleicht noch so

00:12:08: ein bisschen kritisch sind

00:12:09: oder noch so ein bisschen am überlegen sind?

00:12:11: Was wäre da so dein Impuls,

00:12:12: dann vielleicht doch

00:12:13: mal damit zu starten?

00:12:16: Ich glaube,

00:12:17: ich würde noch einen Impuls geben,

00:12:18: bevor ich sage einfach damit starten.

00:12:20: Und zwar: überleg dir selber,

00:12:22: wie viel dir das wert ist,

00:12:25: diese Zeit zu haben.

00:12:26: Das ist ja irgendwie nicht

00:12:27: greifbar im ersten Moment.

00:12:29: Und dann eben zu gucken,

00:12:30: wie es so ein bisschen

00:12:32: in die eigene Finanzplanung passt

00:12:34: und dann vielleicht klein anzufangen.

00:12:36: Man muss sich ja schon überlegen,

00:12:39: dass es vielleicht ein

00:12:40: na ja, so ein Mini-Nachteil,

00:12:42: wenn es jetzt jemand jüngeres ist,

00:12:44: der auch ganz klar weiß,

00:12:46: ich werde jetzt nicht ewig hier bleiben,

00:12:47: vielleicht gehe ich irgendwann irgendwann mal

00:12:48: woanders hin,

00:12:49: dass es dann wieder was ist,

00:12:50: was dich vielleicht eher zurückhält,

00:12:52: weil du immer überlegt ja,

00:12:53: dann muss ich das noch

00:12:53: irgendwie auflösen oder

00:12:55: ich muss es nehmen.

00:12:56: Aber dann zu sagen,

00:12:58: bis zum gewissen Grad

00:12:59: könnte ich mir jetzt vorstellen,

00:13:00: was anzusparen,

00:13:01: dass es halt mal zwei, drei Monate sind

00:13:03: und dann kann ich das ja so lassen,

00:13:05: kann wieder ein bisschen was ansparen,

00:13:06: irgendwie so damit spielen,

00:13:08: aber sich eben selber gut genug zu kennen

00:13:10: und das dann zu machen.

00:13:11: Wobei ich halt denke, gerade bei uns

00:13:13: in der Firma gibt es viele Menschen,

00:13:16: die Zeit sehr zu schätzen wissen

00:13:18: und die auch

00:13:18: viele private Sachen haben,

00:13:20: an denen sie Freude haben

00:13:22: und für die

00:13:23: das dann cool wäre zu nutzen

00:13:25: in der Zukunft.

00:13:26: Ja, ich glaube auch so dieses

00:13:28: was du jetzt auch gesagt hast,

00:13:29: dass das nicht greifbar ist,

00:13:30: die Zeit,

00:13:30: Ich glaube,

00:13:31: das ist wirklich auch ein Punkt.

00:13:32: Das erleben wir bei uns auch immer öfter,

00:13:34: dass man sieht

00:13:35: dann zwar irgendwie so diese diese Zahl,

00:13:37: aber man kann es

00:13:38: auch noch nicht so wirklich greifen.

00:13:39: So was kann ich jetzt damit machen

00:13:40: oder auch generell,

00:13:40: bevor ich überhaupt anspare,

00:13:42: Was kann ich mit diesem Zeitwertkonto

00:13:43: überhaupt machen?

00:13:44: Ich versuche da

00:13:45: noch immer so ein bisschen,

00:13:46: da auch mal

00:13:46: so ein bisschen

00:13:47: dieses Träumen auch anzuregen,

00:13:49: weil man weiß ja manchmal auch gar nicht,

00:13:51: was kommt.

00:13:51: Also vielleicht sagt man jetzt okay,

00:13:53: ich möchte auf jeden Fall

00:13:54: bis 67 arbeiten.

00:13:55: Ich möchte auch nicht reisen.

00:13:56: Ich möchte auch nicht

00:13:56: in Teilzeit arbeiten,

00:13:57: aber man weiß ja nie,

00:13:59: was in ein paar Jahren ist.

00:14:00: Und ich glaube, dafür

00:14:01: gewappnet zu sein, ist einfach

00:14:03: nicht verkehrt.

00:14:04: Ja, vielleicht als kleine Anekdote noch

00:14:06: die erste Nutzung von meinem FlexTime

00:14:08: hätte eigentlich schon

00:14:09: früher sein sollen,

00:14:10: weil ich nämlich mal einen Monat

00:14:12: in Japan war für Urlaub

00:14:14: und ich hatte das ganze Jahr über damit

00:14:16: geplant, dass ich da FlexTime nehme.

00:14:18: Dann hatte ich aber leider

00:14:19: in dem Jahr

00:14:20: irgendwie keinen Urlaub

00:14:22: gescheit genommen

00:14:23: und ein paar Überstunden.

00:14:24: Und dann ging der eine Monat

00:14:25: sogar noch so

00:14:26: und deswegen

00:14:27: habe ich aber vielleicht auch

00:14:29: noch mal da nachgedacht,

00:14:30: aber wofür nutzt du es dann?

00:14:32: Dann mach doch diese Teilzeit-

00:14:33: Reduktion mal und das war dann halt

00:14:37: so ein

00:14:37: bisschen der

00:14:38: Grund auch dafür,

00:14:39: dass ich das jetzt gemacht habe.

00:14:40: Ja, aber cool, jetzt bist du eigentlich

00:14:42: sogar von diesem Vollzeit arbeiten,

00:14:44: weil du hast ja auch

00:14:44: mit Teilzeit gestartet,

00:14:45: jetzt auch wieder zurück zum Teilzeit.

00:14:47: Genau,

00:14:48: aber ich habe nicht

00:14:49: hier gestartet in Teilzeit

00:14:50: aber generell.

00:14:51: Genau.

00:14:52: Ja, cool.

00:14:55: Vielen lieben

00:14:55: Dank für das Bereitstellen

00:14:57: von deinen Antworten und für die Zeit.

00:15:00: Und ja, ich hoffe,

00:15:02: dass alle Zuhörer auch auf jeden Fall

00:15:03: was mitnehmen können.

00:15:04: Dass wir vielleicht so ein bisschen,

00:15:05: ja mal so einen Einblick geben können,

00:15:07: wie das ist, im Zeitwerkonto zu sparen.

00:15:08: Und

00:15:10: bin ganz gespannt,

00:15:11: ob wir da vielleicht auch bald

00:15:12: noch ein paar mehr Mitarbeiter

00:15:13: bei AEB begrüßen dürfen.

00:15:14: Bestimmt sogar, bin ich mir sicher.

00:15:16: Danke dir.

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