Verein für Waldorfpädagogik: Freiräume für Lebensphasen
Shownotes
Podcast: Heute flexibel, morgen abgesichert. Episode: Verein für Waldorfpädagogik: Freiräume für Lebensphasen Host: Annalena Oppelt Gast: Jörg Hartmann, Geschäftsführer Verein für Waldorfpädagogik
In dieser Episode gibt Jörg Hartmann Einblicke in die Arbeit des Vereins für Waldorfpädagogik und zeigt, wie Zeitwertkonten im pädagogischen Alltag konkrete Freiräume für unterschiedliche Lebensphasen ermöglichen.
Inhalte der Folge:
- Vorstellung des Vereins für Waldorfpädagogik und seines pädagogischen Konzepts
- Arbeitszeitrealität in Kita und Schule
- Vereinbarkeit von Familie, Beruf und persönlichen Lebenssituationen
- Warum sich der Verein für die Einführung eines Zeitwertkontos entschieden hat
- Vorruhestand als gleitender Übergang aus dem Berufsleben
- Sabbaticals und längere Auszeiten für Mitarbeitende- Aufzählungs-Text
- Absicherung während der Auszeit (Sozialversicherung & Beschäftigungsverhältnis)
- Zeitwertkonto als Instrument zur Mitarbeiterbindung und Fachkräftesicherung
- Erfahrungen aus der Einführung und dem laufenden Betrieb
Für wen ist die Folge besonders relevant?
- Geschäftsführungen und Vorstände sozialer Einrichtungen
- HR-Verantwortliche im Bildungs- und Sozialbereich
- Entscheider:innen, die flexible Arbeitszeitmodelle suchen
- Einrichtungen mit Fachkräftemangel und hohem Zeitdruck im Alltag
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, wie Zeitwertkonten im Bildungsbereich neue Perspektiven schaffen.
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Transkript anzeigen
00:00:14: Anna: Wir sind heute beim Verein für Waldorfpädagogik und ich sitze mit Jörg Hartmann, dem Geschäftsführer, im Gruppenraum. Jörg, stell dich doch gerne einmal vor.
00:00:23: Jörg: Hallo Anna, schön dass ihr da seid. Mein Name ist Jörg Hartmann, ich bin 34 Jahre alt und seit 2024 Geschäftsführer hier im Waldorfverein in Heilbronn. Angefangen habe ich 2018 als Pädagoge, war später in der organisatorischen Kita-Leitung und bin nun in der Geschäftsführung.
00:00:55: Anna: Kannst du den Verein kurz vorstellen? Was macht ihn besonders?
00:02:15: Jörg: Wir betreiben an zwei Standorten Kindertagesstätten sowie die Freie Waldorfschule Heilbronn mit Hort und Mensa. Insgesamt betreuen wir rund 600 bis 650 Kinder und Jugendliche von 0 bis 19 Jahren – alles auf einem Campus, vom Eltern-Kind-Bereich bis zum Schulabschluss.
00:02:58: Anna: Im Bildungsbereich ist Zeit oft knapp – für Kinder wie auch für Mitarbeitende. Wie erlebst du diese Herausforderung?
00:03:31: Jörg: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein großes Thema. Wir ermöglichen viele Teilzeitmodelle – von wenigen Wochenstunden bis Vollzeit. Trotzdem passt nicht jedes Modell zu jeder Lebensphase.
00:03:59: Anna: Ihr habt euch für ein Zeitwertkonto entschieden. Gab es dafür einen konkreten Auslöser?
00:04:35: Jörg: Ja, eine Kollegin wollte ihren Stellenumfang reduzieren, aber mit gleichbleibendem Gehalt. Daraus entstand die Suche nach einem Modell – und so sind wir bei PensExpert gelandet.
00:05:06: Anna: Welche Möglichkeiten haben eure Mitarbeitenden mit dem Zeitwertkonto?
00:05:57: Jörg: Am häufigsten wird der vorgezogene Ruhestand genutzt, um Monate bis zum gesetzlichen Rentenbeginn zu überbrücken – sozial abgesichert und weiterhin im Beschäftigungsverhältnis. Daneben sind Sabbaticals möglich, etwa für Reisen oder längere Aufenthalte im Heimatland. Die Ziele sind sehr unterschiedlich – von 50 Euro Sparrate bis hin zu hohen monatlichen Beträgen.
00:07:37: Anna: Was sind deiner Meinung nach die größten Vorteile für die Mitarbeitenden?
00:08:46: Jörg: Die Mitarbeitenden bleiben während der Freistellung sozialversichert und müssen kein Arbeitslosengeld beantragen. Gerade im Vorruhestand ist das eine sehr unkomplizierte Lösung ohne Behördengänge.
00:09:46: Anna: Gab es Hürden bei der Einführung?
00:10:30: Jörg: Eigentlich kaum. Wir stocken freiwillig 3 Prozent vom Arbeitnehmerbrutto auf. Die Mitarbeitenden können wählen: Zeitwertkonto oder betriebliche Altersvorsorge. Der administrative Aufwand ist minimal – eine Excel-Liste pro Monat, etwa zehn bis fünfzehn Minuten Arbeit.
00:11:46: Anna: Welche Rolle spielt das Zeitwertkonto bei Motivation und Mitarbeiterbindung?
00:12:24: Jörg: Eine große Rolle. Gerade im Fachkräftemangel hilft uns das Modell, attraktiv zu bleiben und uns von anderen Arbeitgebern abzuheben.
00:13:12: Anna: Was würdest du anderen Einrichtungen raten?
00:13:29: Jörg: Informieren, starten und keine Angst vor Verwaltung haben. Der Nutzen überwiegt den geringen Aufwand deutlich.
00:13:59: Anna: Wenn du viel Zeit angespart hättest – welchen Wunsch würdest du dir erfüllen?
00:14:21: Jörg: Ich spare selbst ein. Mit bald drei Kindern und einem denkmalgeschützten Haus würde ich die Zeit in die Familie und die Sanierung investieren.
00:14:07: Anna: Vielen Dank für das Gespräch und die spannenden Einblicke.
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