„Bis 67 will ich nicht arbeiten“ – Wie Zeitwertkonten Mitarbeiter*innen binden und früheren Ruhestand ermöglichen
Shownotes
„Bis 67 will ich nicht arbeiten“ – mit diesem Wunsch kamen mehrere Mitarbeitende auf Markus Horn, Geschäftsführer von Jünger und Gräter Refractories, zu. Daraus entstand die Idee, Zeitwertkonten als Instrument für mehr Flexibilität und einen selbstbestimmteren Übergang in den Ruhestand einzuführen.
In dieser Podcast-Folge spricht Markus Horn mit Dr. Thomas Haßlöcher über die Herausforderungen des Mittelstands, den Generationenwechsel, Fachkräftemangel und die Frage, wie Unternehmen Mitarbeitenden mehr Freiräume für unterschiedliche Lebensphasen ermöglichen können.
Themen der Episode:
Warum der Impuls für das Zeitwertkonto direkt aus der Belegschaft kam Mitarbeiterbindung durch flexible Lebensarbeitszeitmodelle Frühere Ruhestandsplanung ohne Rentenabschläge Zeitwertkonten als Alternative zu Kündigung oder unbezahlten Auszeiten Herausforderungen tarifgebundener Unternehmen Fachkräftemangel und Generationenwechsel im Mittelstand Praxisbeispiel: Mit 64 Jahren in den Ruhestand durch ein Zeitwertkonto Warum Markus Horn selbst Nutzer eines Zeitwertkontos ist
Zu Gast:
Markus Horn ist Geschäftsführer der Jünger und Gräter Refractories GmbH. Das familiengeführte Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeitende und ist auf Feuerfest- und Schornsteinbau für Industrieanlagen spezialisiert.
Links zur Episode:
🌐 PensExpert: https://www.pensexpert.de 🌐 Jünger und Gräter Refractories: https://www.jg-refractories.com/de/ 🔗 PensExpert auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pensexpert-de/
Mehr zum Thema Zeitwertkonto:
👉 https://pensexpert.de/loesungen/penstime-zeitwertkonto/
🎙️ Über den Podcast „Heute flexibel, morgen abgesichert“
Der Podcast von PensExpert rund um Zeitwertkonten, betriebliche Altersvorsorge (bAV), Treuhandmodelle und moderne Vorsorgelösungen.
Gemeinsam mit Experten, Unternehmern und Praktikern sprechen wir über aktuelle Entwicklungen in der Arbeitswelt sowie über moderne Vorsorgelösungen für Unternehmen und Beschäftigte. Dabei zeigen wir, wie sich Flexibilität, finanzielle Sicherheit und eine selbstbestimmte Zukunft miteinander verbinden lassen.
🚀 Abonnieren Sie den Podcast und bleiben Sie auf dem Laufenden, wenn es um moderne Arbeitszeitmodelle, Zeitwertkonten und innovative Vorsorgelösungen geht.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen bei heute flexibel morgen abgesichert.
00:00:02: Der Podcast für betriebliche Vorsorge-Lösungen, kompakte Infos spannende Einblicke und die Trends von morgen – alles rund um Zeitwettkonten und betrieblicher Altersvorsorge!
00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Podcastfolge.
00:00:15: Heute gemeinsam mit Markus Horn Geschäftsführer von Jünger & Kräter Refractories.
00:00:19: Herzlich willkommen schön dass du da bist.
00:00:22: Und ja, heute geht es insbesondere um das Thema Mittelstand.
00:00:25: Um das Thema Wertkonto als Instrument zur Bindung und zur Gestaltung von Lebensphasen im Mittelstand... ...und ja, wenn ich denke unsere Hörer und Leser und Zuschauer wird's interessieren, ah wer du bist was euer Unternehmen auszeichnet und auch wie ihr zu dem Thema Wert Konto gekommen seid.
00:00:40: doch beginnen wir zunächst mal mit dir!
00:00:41: Wer bist Du?
00:00:42: Und wer steht hinter Jürgen und Kriter?
00:00:44: Also Ich bin Markus Horn, wir kennen uns auch schon ein bisschen länger.
00:00:49: Und na, also sagen wir mal eine Karriere hat eigentlich bei einem Hersteller angefangen.
00:00:54: Vorher gab es ein Studium der Chemieverfahrenstechnik und wie gesagt über den Herstellern bin ich in dem Bereich Feuer festgekommen.
00:01:02: Feuerfest ist etwas sehr Spezielles.
00:01:04: komme ich gleich noch dazu wenn ich was über Jünger Gräter erzähle und mir gesagt dann über die letzten dreißig Jahre bis hin zum Geschäftsführer.
00:01:14: Jüngerer Gräther Und junger Kräter des Unternehmen selber beschäftigt sich mit Feuerfest und Schornsteinbau.
00:01:21: Sehr exotisch, wenn ich dem Lein erkläre.
00:01:24: was ist das?
00:01:25: Da sage ich immer wir sind Spezialmauer.
00:01:28: So ist es im Prinzip auch eher handwerklich geprägt aber eben mit Industrie ein Background.
00:01:35: Der ist vor allen Dingen in der Industrie.
00:01:37: Das ist wirklich die schweren Industrie hauptsächlich in Mitteleuropa Deutschland als auch In der Welt.
00:01:46: aber ganz stark dominiert ist bei uns die Müllverbrennung, also das Umweltthema.
00:01:52: Insbesondere auch alle regenerativen Reststoffverbrennungen Holz und so weiter Aber auch ein großer Partys Raffinerie Und jetzt neue Technologien in Richtung Wasserstoff.
00:02:05: Da sind wir eigentlich stark und decken den gesamten Bereich Dieser Spezial-Thematik Feuerfest ab.
00:02:14: Wahnsinn, in der Tat hätte man so gar nicht gedacht auch dass ihr tatsächlich aus einer alten Welt in Anführungszeichen euch hier entwickeln müsst.
00:02:19: Auch weiterentwickeln müsst und da ist wahrscheinlich das Thema Mitarbeiter ein ganz großes.
00:02:24: Das heißt die Menschen sind für euch entscheidender Faktor wenn es um Mauern geht Wenn es um entsprechende Organisationen und Inhalte geht.
00:02:30: Wie darf man sich das bei euch so vorstellen?
00:02:32: wie viele menschen seid ihr?
00:02:33: Und wie gehst du mit deinen Mitarbeitern so um Dass Du sie begeistern und Sie sich auch begeistert lassen?
00:02:38: Also im Prinzip, wir sind wie gesagt schon etwas größerer Mittelständler.
00:02:42: Wir haben ja auch Internationale in Dämon-Dorsen, Frankreich, Österreich, Portugal und Rumänien hauptsächlich in Europa.
00:02:51: In Summe ist es natürlich schwierig insbesondere die Kulturen zusammenzubringen.
00:02:58: Das ist ein Riesenthema bei uns.
00:03:00: Sprache ist ein Thema bei uns Gerade wenn man doch deutschdominiert ist Und das haben wir jetzt versucht über ein Intranet mit entsprechenden Übersetzungs-Tools, dass wir da einfach innerhalb der Gruppe die Leute zusammenbringen und auch ansprechender werden.
00:03:22: Vor allen Dingen für junge Leute.
00:03:24: Eine ganz große Challenge ist natürlich auch die Verbindung zwischen Saimada Verwaltung, den Büro und natürlich den Leuten auf dem Baustellen.
00:03:33: Und da irgendwo einen Spirit zu entwickeln, zu sagen okay wir sind ein Team ist definitiv nicht einfach ja aber ich denke einfach ein wichtiger Partys einfach auch die Wertschätzung als die Leute einfach wissen sie sind nicht eine Nummer sondern sind halt Teil des Teams.
00:03:51: Da ist der familiengeführtes Unternehmen Jünger & Kräter tatsächlich Struktur entstanden, sich weiterentwickelt.
00:03:58: Seit achtzig Jahren glaube ich seit ihr ja auch schon... Ja
00:04:00: dieses Jahr sind wir neunzig.
00:04:01: Neunzig
00:04:02: sogar schon Wahnsinn!
00:04:03: Insofern auch prädestiniert als Unternehmen das typischen Mittelstand in Deutschland und darüber auch mal zu sprechen wo geht die Reise vielleicht auch hin was ja heute auch unser Thema ist mit den Wertkonten um auch da vielleicht Impulse zu setzen wie quasi Arbeitsmarkt- und Arbeitspolitik aussehen kann.
00:04:20: Kurz zu dir noch, du hast quasi dann ja als Geschäftsführer vor einigen Jahren die Gedanken wahrscheinlich gemacht wie du Benefits und wie du Strukturen aussetzt.
00:04:27: Ich habe auf eurer Homepage auch gesehen.
00:04:29: ihr macht viel für die Menschen von Jobrat über Feste, über Auszubildungen, Ausbildungsplätze etc.
00:04:36: Und irgendwann kam der Gedanke zum Thema Zeitwirtkonto vermute ich.
00:04:39: und da würde uns interessieren... Wie kamst du eigentlich darauf?
00:04:43: Da ich ja eher der Techniker bin und mich mit so Themen nur am Rande beschäftige, war es natürlich nicht ich, der jetzt gesagt hat, das brauchen wir unbedingt.
00:04:53: Alles andere als darüber habe ich nachgedacht.
00:04:56: Letztendlich kam's eigentlich durch Mitarbeiter die einfach klar gesagt haben also meiste Markus bis sieben sechzig will ich nicht arbeiten.
00:05:08: Das war eigentlich so der Punkt, die dann auch bereit waren zu sagen okay ich möchte für ein früheres Arbeitsende ansparen und möchte machen im Gehaltsverzicht.
00:05:20: Und versuche dann letztendlich einfach früher in Rente zu gehen um mir da ein bisschen Spielraum zu schaffen.
00:05:27: Und dann kam natürlich die Verantwortung als Geschäftsführer, das gesagt hat, wunderbar können wir machen.
00:05:34: Aber du weißt es wird nicht verzinzt und des Weiteren ist auch nicht Insolvenz abgesichert.
00:05:38: Das war eigentlich der Punkt wo ich gesagt habe, zumal das war da nicht nur einer, sondern zweiter und dritter.
00:05:45: Logischerweise in der Generation, in der ich mich befinde, machen sich die Leute schon Gedanken.
00:05:52: Aber wollen sie wirklich bis sieben- sechzig arbeiten und das wird in der Zukunft noch eher mehr.
00:05:57: Und dann vielleicht noch zehn Jahre haben einigermaßen nett und das Leben genießen ist schon eine Thematik.
00:06:04: Das sind mal vielleicht auch eine verwöhnte Generation?
00:06:06: Ich weiß es nicht!
00:06:08: Und das war eigentlich so mit der Anfang.
00:06:10: Also
00:06:10: der Impuls aus der Belegschaft heraus, den du auch positiv aufgenommen hast und dann haben sich unsere Wege gekreuzt sozusagen über den Steuerberater meinig war?
00:06:18: Ja, wir sind Wirtschaftsprüfer.
00:06:20: Genau!
00:06:21: Dann haben wir uns kennengelernt wieder mal obwohl wir indirekte sowieso schon eigentlich Verbundenheit haben... Und dann kam quasi der Gedanke der Umsetzung.
00:06:30: Dann haben wir ja die Strukturen aufgesetzt.
00:06:32: und was hat dich da so bewegt, wenn du da offen nochmal drüber nachdenkst?
00:06:35: Also wie gesagt, eine Wirtschaftsbrüder kam eigentlich mit zwei.
00:06:40: Das war wirklich das Thema Treuhandkonten.
00:06:45: Altersversicherung kam sowieso nicht in die klassischen Wege, BFA diese ganzen Geschichten, kam ich infrage.
00:06:51: und dann war eigentlich das Thema eben dieser Zeitwertkontent.
00:06:56: und er sagte eigentlich nur da gibt es ein cleveres Tool.
00:06:59: Er hatte irgendwie Kollegen und er macht das
00:07:01: usw.,
00:07:02: so kam wir dann zusammen.
00:07:04: Und dann kam eigentlich in dem Zuge wirklich die strategische Komponente zu sagen, okay das ist gerade das Zeitwertkonto für junge Leute.
00:07:13: Das war für mich so ein Thema bevor ich einen verliere weil er halt was weiß ich mal drei Monate irgendwie Wohnmobil sebätical weiß der Henker und sagt ja weißt du was?
00:07:24: Dann kündige ich und vielleicht komme ich wieder.
00:07:26: Das war eigentlich auch so ein bisschen das Thema da was zu haben, sozusagen okay wenn du da Lust hast darauf ja dann macht es so planbar fürs Unternehmen handelbar mit dem Guthi dass wir dann auch gesagt haben ok man kann Urlaub einzahlen wir haben Kleidzeitkonten hat es da auch einen Teil eingezahlt werden also Kleittage diese geschichten plus Weihnachtsgeld.
00:07:48: das war eigentlich so ein bischen dann die Triebfeder zu sagen, das sind strategische Komponente.
00:07:54: Insbesondere auch beim vorgezogenen Ruhestand eben einfach dass der Mitarbeiter auch ein bisschen selbstbestimmt sagen kann okay wenn es ihm eben nicht gut geht oder familiär sonst irgendwas.
00:08:06: ja ich kann früher aufhören mit der Sicherheit lässt sich entspannter arbeiten als zu sagen ok ich habe eigentlich keine Lust mehr leg jetzt die Füße hoch und weiß mal als Geschäftsführer wieder irgendwann endet ist da immer, insbesondere wenn Mitarbeiter lang dabei waren nicht unbedingt anzustreben.
00:08:27: Und
00:08:27: im Interesse auf den beiden Seiten?
00:08:29: Ja, entweder es ist nicht schön oder es wird teuer.
00:08:33: Also insofern die Eigenverantwortung, die du schon angesprochen hast stärken dafür den Rahmen bieten als Arbeitgeber und unser deutsches Gesetz bietet ja die Möglichkeiten mit dem Wertkonto platziert und umgesetzt haben, kann man dann die überlegen ja was machen wir eigentlich mit den Tarifleuten?
00:08:48: Die ihr da entsprechend auch ihr seid ja bau tarifvertraglich auch mit eingebunden.
00:08:54: Und da stehen wir heute noch, dass wir quasi da Herausforderungen haben.
00:08:58: vielleicht das du da nochmal unseren Zuschauern-Zuschörer schilderst wie da die Ist-Situation ist und vor allem was sich da betrügt
00:09:04: in dem Kontext.
00:09:05: Also die Ist Situation ist eigentlich dahingehend hochgradig nicht zufriedenstellend, in dem Maße dass einfach die Tarifparteien da so verkrustet und verhärtet sind, insbesondere im Bau.
00:09:18: Also ich sage mal jetzt ungeachtet der Gewerblichen für die das Zeitwertkonto ja mit am interessantesten wir aufgrund der körperlichen Beanspruchung Die aber letztendlich durch die SOKA-Bau, die Sozialkassen im Bau dahingehend gehämmt sind, dass dort eigentlich eine Rente eingezahlt wird.
00:09:39: Der Betrag der da eingezahlt wird ist nicht ohne und wer meiner Meinung nach mit einem individuellen Zeitwertkonto sicherlich besser verzinzt, besser angelegt als dies bei der Soka-Bau ist.
00:09:53: Aber an diesem Pod kommt man nicht ran.
00:09:56: Man ist verpflichtet im Bau dort einzuzahlen.
00:09:59: Das heißt für die Gewerblichen ganz schwierig.
00:10:02: Für die Tariflichen auch Natürlich, da wird auch Zuckerbezahlt aber weniger.
00:10:09: Sodass man rein theoretisch die Angestellten übern.
00:10:14: wir haben das eigentlich so geregelt dass wir es über den Betriebsrat letztendlich mehr oder minder legal gesagt haben Die angestellte auch.
00:10:25: Aber wir haben natürlich das Risiko einer eventuellen Rückkopfwicklung was meiner Meinung nach wirklich Alles andere als positiv ist für die Mitarbeiter, also auch für das gesamte Gewerbe.
00:10:38: Und insofern tatsächlich ihr als Leitung der Betriebsrat ist positiv.
00:10:42: und dann hat man die fehlende Öffnung auf tarifrichtlicher Ebene und kann gar nicht so wie man möchte?
00:10:47: Ja, die rechtliche Sicherheit letztendlich.
00:10:50: Also insoferen auch da ein Impuls Richtung Gewerkschaft, Richtung Organisation diesen Thema sich zu öffnen weil es ja Mehrwerte bietet für alle Beteiligten.
00:10:58: Und da sind wir auch immer wieder in Diskurs.
00:11:00: Vielleicht haben wir Glück und es kommt dann so, dass man irgendwann tatsächlich diesen Menschen helfen kann, weil die brauchen ja auch Sicherheit.
00:11:06: Ich gehe davon aus, dass bei euch mit Anfangs-Sechzig durch die körperliche Beanspruchung der eine oder andere durchaus sagt, also Vollzeit
00:11:12: usw.,
00:11:13: wird schwierig.
00:11:15: Ja Teilzeit ist eigentlich nicht möglich, weil es eine Montage tätigkeit ist.
00:11:18: Das heißt wenn dann kann man es nur pionmäßig machen?
00:11:25: Parzell, dass er drei Wochen arbeitet.
00:11:26: Drei Wochen zu Hause ist oder sonst irgendwas in dieser Richtung.
00:11:30: Also das funktioniert nie.
00:11:31: rein organisatorisch macht es keinen Sinn und es ist definitiv ein Thema.
00:11:36: Ich meine sicherlich die Leute fragen früh an zu arbeiten können in der Regel mit rein sechzig schon in Rente gehen ja aber trotzdem ist die Beansprung auch schon vorher da.
00:11:45: man merkt das halt einfach.
00:11:47: Also gerade für die Branche, für eure Zunft sozusagen wäre das durchaus hilfreich da mehr Flexibilität zu bieten?
00:11:52: Zumal.
00:11:53: Man darf nicht verachten insbesondere bei uns... Die Leute werden sehr gut bezahlt und haben reichlich Überstunden.
00:12:01: Das heißt sie hätten eigentlich die Möglichkeit dieses Geld anzulegen.
00:12:05: Ja also auch wieder tatsächlich das längerfristige Binden von Vermögen um eben dann gleiten gehen zu können.
00:12:10: ja Jetzt haben wir das ja schon ein paar Jahre gemeinsam in Umsetzung.
00:12:14: Und wir hatten den einen oder anderen Auszeitfall, beziehungsweise die Überlegung für Menschen und da ist einer mehr uns beiden auch hängen geblieben der uns noch mal gezeigt hat dass es gut war diese Lösung anzubieten.
00:12:24: vielleicht schildeste nochmal kurz diesen Fall.
00:12:27: Das ist im Prinzip unser kaufmännischer Leiter er letztendlich gesundheitlich doch in der Corona-Phase deutlich Schwierigkeiten hatte Und letztendlich jetzt, mit der vierundsechzig vorgezogenen Ruhestand geht, prinzipiell keinen großartigen Gehaltsverlust erzielt.
00:12:49: Er wird weiterhin die Sozialkassen bezahlen bis zum offiziellen Renteneintritt.
00:12:55: Das heißt, er hat keine Rentenabschläge und das hat es für ihn letztendlichen auch einfach gemacht zu sagen okay ich gehe jetzt den Weg.
00:13:05: Man merkt mental macht's ihm schon viel!
00:13:08: Schwierigkeiten, weil er halt sehr am Unternehmen hängt und sich auch stark damit identifiziert.
00:13:13: Aber zumindest auf der Seite seiner finanziellen Sicherheit ist das für ihn eigentlich ein Easy-Going.
00:13:20: Und über die Einzahlung nach den letzten sechs, fünf Jahren hat er sich eigentlich einen Polster geschaffen plus all die entsprechenden Verzinsungen dort einfach Sozusagen ohne jetzt irgendwie auf den goldenen Handshake zu warten oder sonstiges vorgezogen in den Ruhestand zu gehen, zumal er auch wirklich sagt es ist für ihn anstrengend.
00:13:46: Das ist eigentlich die Thematik wo ich einfach sage das ein sehr positives Beispiel, das eine selbstbestimmt sagt.
00:13:53: Es reicht für mich und wird zwar gerne noch aber ich merke es ist zu
00:13:56: anstrengend.
00:13:57: Also eigentlich einen Winn für ihn weil er die soziale Sicherheit für euch, weil ihr ein gutes Gefühl habt und auch finanziell nicht überfordert werdet und unter uns gesagt oder wir unterhalten uns da öfter auch drüber für den Sozialstaat, weil er eben eigenfinanziert über den Arbeitgeber diesen Ausgleich schafft.
00:14:12: Und da glaube ich heute dieses Jahr auch die Rentenkommission immer wieder mit Thema Rente dass das nicht funktionieren kann ohne solche Flexibilitäten, weil immer mehr Menschen natürlich Herausforderungen haben mit dem Alter.
00:14:25: Und da glaube ich hast du ja auch schon gesagt würdest du die Mehroffenheit wünschen auf gewerkschaftlicher aber auch auf gesetzgeberischer Ebene.
00:14:33: Ja
00:14:33: absolut!
00:14:35: Also insofern ein wunderbarer Impuls.
00:14:37: jetzt hast du selbst ja auch dir darüber Gedanken gemacht und bist selbst auch Nutzer des Wertkontos und hast wahrscheinlich auch damals als du es eingeführt hast noch gar nicht so richtig die Identifikation gehabt, aber dann kam sie ja.
00:14:48: Was ist für dich so Triebfeder, um da mitzumachen an dem Modell?
00:14:54: Klingt vielleicht simpel.
00:14:55: Sicherlich einerseits ist das Thema der finanziellen Freiheit.
00:15:01: Das ist für mich wichtig aber Freiheit ist sowieso ein wichtiges Thema sonst wäre ich kein Geschäftsführer und... Aber ist es auch Bequemlichkeit, muss man ganz klar sagen.
00:15:12: Denn mein Vorteil ist letztendlich der ich kann das Geld anlegen – Brutto!
00:15:18: Es wird Brutto verzinzt und am Tagesende habe ich den Vorteil, ich muss mich null dringend kümmern.
00:15:25: Das heißt, ich kann mir jetzt überlegen rein theoretisch früher in Rente zu gehen sogar mit Abschlägen, kann trotzdem noch weiterarbeiten, bekommt schon aus dem Wehrzeitkonto was ... Völlige Flexibilität oder je nachdem, wenn wir das arbeiten noch so viel Spaß macht.
00:15:44: Dann mache ich es bis zum Ende und lasse ihn mir dann auszahlen.
00:15:47: Und denn ist immer noch attraktiv und ist über den Arbeitgeber halt auch zumindest zum Einzahlungsbetrag abgesichert?
00:15:54: Ja!
00:15:54: Und wo hat man das schon bei einem attraktiver Verzinsung?
00:15:59: Ja genau also tatsächlich da sagst du Dinge die nicht mehr Menschen beschäftigen weil Bisher dachte man, Wertkonto ist so was Luxuriöses.
00:16:07: So diese Thesabaticals und so weiter.
00:16:09: Das kommt bei den Jüngeren wie du sagst.
00:16:11: aber ich glaube es ist auch eine Art des Vermögens anlegen weil man eben dann nicht nur die Auszeit mit finanzieren kann sondern vielleicht wenn man eben durcharbeitet und geht über den sogenannten Störfall ja die Einmalauszahlung bekommt Und so Features wie Freie Vererbungen sind natürlich auch noch ganz nett.
00:16:25: Man weiß ja nie was mit einem passiert und der Ehe usw.
00:16:29: Also insofern glaube Ist das, was ihr macht tatsächlich hochgradig spannend?
00:16:33: Weil ihr im Mittelstand da auch eine Art Vorreiterrolle habt.
00:16:36: Jetzt ist die BRSF ja in der Nachbarschaft und ich kenne die BSF noch von früher.
00:16:39: Die hat auch ein Wertkonto schon sehr früh dort implementiert.
00:16:42: Ist er große Arbeitgeber in der Region, in der du ja auch aktiv bist.
00:16:47: Glaubst du dass so'n Wertkontor wie ihr es auch so offen und auch transparente der Geldanlage gemacht durchaus einen Impuls sein kann für jüngere Menschen bei euch sich zu engagieren oder Zuzug schoßen?
00:16:57: Ja
00:16:58: also ich sag mal... Ich glaube, für viele ist das Teil... Also ich denke die Komplexität es zu verstehen für was es ist, ist für den jungen Menschen relativ schwierig.
00:17:10: Ich meine, ich merke das ja auch alle, die jetzt über die früheren Rennen eintritt haben ihre Entscheidungen so mit Mitte Fünfzig getroffen.
00:17:19: Das heißt ab dem Zeitpunkt, wenn die Fünfter vorstehen, fängt langsam der Mann an zu denken wie sieht die Zukunft aus oder wie wäftig die gestalten.
00:17:29: Und das ist für die jüngeren Menschen glaube ich echt nochmal ein weiter Weg.
00:17:33: Man muss es ihnen wirklich nahe legen weil sie werden's schwerer haben als wir das haben werden was das Rentensystem betrifft ist logischer und hier bin auch der Meinung in den nächsten fünf bis zehn Jahren ein massives Thema auf der Rentenseite haben.
00:17:48: Bei der Entwicklung einfach Babybummer gehen raus, gehen früher raus keine Einzahlung mehr es wird schon rausgezogen und so weiter und sofort und das muss man den jungen Menschen eigentlich klar machen zu sagen Jungs hier habt ihr bei uns einen Tool.
00:18:01: wir machen das auch immer bei den Einstellungsgesprächen was ihr woanders vielleicht nicht habt wie's wirkt
00:18:08: Wissen wir beide nicht.
00:18:10: Und jetzt von der Struktur, Altersstruktur vielleicht das noch?
00:18:13: Weil du sagst, wir werden ja mit den Babyboomern Belastungen im System haben aber werdet ihr wahrscheinlich in der Belegschaft auch einige Prozente haben die dann an Belegenschaft verschwinden und aussteuern werden.
00:18:22: wie darf man sich das bei euch so vorstellen?
00:18:24: also wir haben jetzt eigentlich so eine Initiative entwickelt Generation Change nennt sich das für die nächsten zehn Jahre, weil halt viele Leute in der Frühungsposition über die nächsten Zehn Jahre eigentlich aus dem Unternehmen austreten werden.
00:18:41: Ja inklusive mir und da ziehen wir jetzt im Prinzip einerseits Management Potenzial nach über Coachings Trainings Entwicklungen
00:18:51: usw.,
00:18:52: als auch dass wir natürlich massiv ausbilden.
00:18:55: also wir bilden wirklich konsequent aus versuchen es zu machen mit nicht unerheblichen Misserfolgen, insbesondere auf der gewerblichen Seite.
00:19:04: Aber es bleibt nichts anderes übrig.
00:19:06: Mein Kopf in Sand stecken kann man machen aber ich denke auch was uns in die Hand spielt ist letztendlich auch eine massive Konsolidierung, die jetzt über den nächsten Jahres stattfinden wird.
00:19:19: wir werden... enormen Industriewandel haben.
00:19:22: Das ist so, es werden Teile wegbrechen und es werden aber auch weniger in Summe werden.
00:19:28: Der glücklichste Fall ist der.
00:19:31: So wie die Kunden weniger werden wird er Wettbewerb weniger.
00:19:34: Und dann bleiben... kann das nur für uns positiv sein oder wir können unseren Status quo halten?
00:19:39: Ich glaube, dass ist machbar!
00:19:42: Okay,
00:19:43: d.h.,
00:19:43: eine Fokussierung bringt euch wieder den Erfolg weil's immer weniger gibt, die darauf so fokussiert
00:19:47: sind als ihr.
00:19:49: Und dann die Jüngeren versuchen zu begeistern.
00:19:50: Ja, das
00:19:50: ist wirklich eine massive Konsolidierung in der Industrie.
00:19:54: Das hat jetzt seit einem halben Jahr nimmt es richtig Fahrt auf.
00:19:58: Das heißt ihr habt sowohl Personalpolitische als auch Unternehmenspolitische Herausforderungen.
00:20:02: nicht leicht für den Geschäftsführer in deiner Funktion und deiner Größe von Unternehmen?
00:20:06: Insofern super dass du dir auch die Zeit genommen hast hier bei uns vorbeizukommen und mit uns ein bisschen zu sprechen Vielleicht so gegen Ende, die persönliche Frage.
00:20:14: Was ist so die Motivation im Sinne von?
00:20:17: du hast für ihn schon angesprochen?
00:20:18: Du vielleicht dann irgendwann aufzuhören aber wenn du dir jetzt diese Zeit nehmen würdest was wäre so deine Traubensituation?
00:20:25: Was würdest du mir dieser gewonnenen Zeit denn tun?
00:20:28: Das ist ganz besonders schwierig weil ich bin so vielfältig interessiert.
00:20:33: Ich würde wahrscheinlich mehr kochen.
00:20:36: Enkel sind da, also ich habe wirklich Tausende von Hobbys.
00:20:41: Ich sage mal, ich kann meine Zeit so super gut gestalten, dass ich gar nicht bewusst sage, so nutze ich meine Zeit.
00:20:47: und ich muss auch dazu sagen für mich ist der Job den ich mache, der hat momentan zurzeit so spannend, dass sich sagt über die nächsten fünf Jahre mache mir echt null Gedanken und dann später mal das Wichtigste ist gesundheitlich fit bleiben und dann weiß ich meine zeit zu füllen.
00:21:05: Mir wird nie langweilig.
00:21:07: Großartig,
00:21:08: das vereint uns dafür was wir tun mit Leidenschaft ist ja auch ungefähr passt schon wie Urlaub manchmal.
00:21:15: Aber insofern auch schön dass du als Geschäftsführer trotz der Drucksituation dir die Freiräume nimmst und vielleicht dann mit dem Wertkonto ergänzt noch weitere Ziele und Räume erfüllen kannst.
00:21:26: Großartig, dass du da warst.
00:21:27: Vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe allen hat es Spaß gemacht, Impulse gegeben für die Zukunft im Mittelstand!
00:21:33: Und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen und vielleicht nochmal eine Folge gemeinsam abdrehen.
00:21:37: Gerne, danke dir.
00:21:38: Danke schön.
00:21:39: Für die Einladung.
00:21:41: Das war heute flexibel.
00:21:42: morgen abgesichert der Podcast für betriebliche Vorsorge-Lösungen.
00:21:46: Besuchen Sie uns auf www.penzexpert.de für weitere Informationen und spannende Einblicke.
00:21:51: Bis zum nächsten Mal.
Neuer Kommentar